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Der Kosmos-Frachter „Hildesheim“ in Port Klang, dem größten Seehafen Malaysias. Fotoquelle: „Hildesheim“ von emnic – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hildesheim.jpg#mediaviewer/File:Hildesheim.jpg

 

Tag 45: Zwei Schiffe namens Hildesheim

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation gab ihr die Nummer 7519701. Gebaut wurde sie von der Kosmos Bulkschifffahrt GmbH in Bremen-Gröpelingen. Als Mehrzweckfrachter vom Typ 36L verschiffte sie Kisten, Paletten, Rohstoffe wie Erz, Kohle und Streusalz, Erdöl oder Container. Am 26. August 1977 begann die „Hildesheim“ ihre Reise über die Weltmeere.

Die Besatzung der "Hildesheim" besucht die damalige 3a der Mauritiusschule und schreibt Autogramme.

Die Besatzung der „Hildesheim“ besucht die damalige 3a der Mauritiusschule und schreibt Autogramme.

Ihr weg wurde auch in unserer Stadt aufmerksam verfolgt. Die Mauritiusschule pflegte unter Schulleiter Günter Woischnik über viele Jahre eine Patenschaft mit der „Hildesheim“. Die Schulkinder schickten den Seeleuten über die Mittelwelle des NDR Weihnachtsgrüße an Bord, im Gegenzug revanchierte sich die Besatzung, indem sie die Kinder besuchte und Autogramme schrieb.

In der Schule gab es für die „Hildesheim“ sogar eine Erinnerungsecke, mit Foto und Leuchtturm. Auf dem Foto besuchte die Besatzung die damalige Klasse 3a.

1983 stellte die Kosmos Bulkschifffahrt GmbH den Betrieb ein. Die „Hildesheim“ wurde damals von der griechischen Star Selection Shipping Co. übernommen und in „Cape Rion“ umbenannt. 1984 kaufte sie die China Ocean Shipping Co. und nannte sie „Ping Gu“. 1996 wurde sie noch einmal in „Huang Hua“ umbenannt. Seit dem 18. Juni 2012 ist sie aus dem Register der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation gelöscht.

Der Frachter war allerdings nicht das erste Schiff namens „Hildesheim“. Bereits im Januar 1951 baute die Schichau Seebeckwerft in Bremerhaven einen Fisch-Dampfer mit diesem Namen. Diese „Hildesheim“ wurde 1967 nach Südafrika verkauft und 1970 abgewrackt, um wenigstens einzelne Teile wiederzuverwerten.

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