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Tag 145: Mit einem 7:3-Sieg ab in die Oberliga

„Lasst das mal den Leo machen, Leo macht die tollsten Sachen.“ Doch am 25. Mai 1958 war nicht nur Stürmer Leo Zimmermann ein Held, sondern die gesamte Mannschaft des VfV Hildesheim wurde gefeiert. Die Fußballer waren gerade in die Oberliga aufgestiegen.

Das war jedoch denkbar knapp: Die Hildesheimer ließen vor mehr als 8000 Fans im Friedrich-Ebert-Stadion gegen Union Altona nichts anbrennen, sie schossen die Gäste mit 7:3 Toren aus dem Stadion. Doch was war los im Spiel Heider SV gegen VfB Oldenburg? Der Zwischenstand dieser Partie wurde damals auf einer Tafel am Spielfeldrand angezeigt.

2:1 steht es dort. Das würde bedeuten: Entscheidungsspiel VfV gegen Heide. Dann beginnt die 90. Minute. Erst bemerken nur einige Zuschauer was passiert: aus dem 2:1 wird ein 2:2. Plötzlich liegen sich die Zuschauer in den Armen und das ganze Friedrich-Ebert-Stadion jubelt. Der VfV ist in die Oberliga Nord, die höchste deutsche Fußball-Spielklasse, aufgestiegen.

Drei Tage später lassen sie sich auf einem 500 Meter langen Triumphzug durch die Stadt für den Aufsteig feiern. 1200 Fackelträger begleiteten den Zug, tausende Fans jubelten den Spielern zu, Jugendliche trugen ein Transparent: Hildesheim grüßt seine Oberliga-Mannschaft.

VfV Hildesheim – Union Altona 7:3
Tore: 1:0 Kopfball Horst Kuschenberg auf Flanke von Wolfgang Träger, 2:0 Günter Stiemerling, der ein Zögern der Abwehr nutzte, 2:1 Hohnsbehn mit Volleyschuss, 3:1 Wolfgang Träger nach Eckball, 4:1 Helmut Warmbold aus unmöglichem Winkel, 4:2 Hohnsbehn mit indirektem Freistoß, 5:2 Leo Zimmermann auf Vorlage von Wolfgang Träger, 6:2 Günter Stiemerling auf Zuspiel von Leo Zimmermann, 6:3 Planetta nach Eckstoß, 7:3 Günter Stiemerling nach Vorlage von Leo Zimmermann

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