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Tag 77: Als die Bomben fielen – Tagebuch-Eintrag aus dem März 1945

Gabriele Gundelach aus Hildesheim hat in alten Papieren ihrer Eltern und Großeltern einen kleinen Taschenkalender gefunden. Er gehörte ihrem Großvater Alexander Moeser, der von 1878 bis 1947 lebte. Moeser nutzte den Kalender als Kurz-Tagebuch. 1945 – im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs – und auch danach war Papier zum Schreiben selten und teuer. Gabriele Gundelachs Großvater war aber so ordentlich und zuverlässig, dass er trotzdem jeden Tag das für ihn Wichtigste aufschrieb. Er legte etwa großen Wert darauf, täglich das Wetter zu dokumentieren.

Das Bild zeigt die Einträge der Woche vom 18. bis zum 24. März 1945 – am 22. fielen Bomben auf Hildesheim.

Bitte klicken Sie für eine bessere Ansicht auf das Foto (Foto: Chris Gossmann).

Foto: Chris Gossmann

Und? Können Sie die Einträge entziffern? Falls nicht, kommt hier eine (ungefähre) Übersetzung – einfach anklicken:

Alexander Moeser und seine Frau Louise lebten übrigens nach der Flucht aus Oberschlesien zunächst in Hildesheim in der Schlageterstraße, die vor der Nazi-Zeit Bergsteinweg hieß – und das auch heute wieder tut. Nach der Bombardierung am 22. März gelang es den beiden, nach Hotteln zu flüchten. Später wohnten sie in der Richthofenstraße, mit mehreren anderen Flüchtlingen in einer Dreizimmerwohnung.


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