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Tag 104: Steuerschleuder Wasserparadies

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Das war 1992 der Aufreger: Der Bund der Steuerzahler in Niedersachsen zeichnet Rat und  Verwaltung mit dem Preis „Faß ohne Boden“ für die gelungenste Vergeudung von öffentlichen Mitteln ausgezeichnet. Schuld daran ist der Bau des Wasserparadieses, damals noch „Rosentherme“ genannt. Baubeginn war im September 1986. Drei Jahre später wurde das Bad an der Bischof-Janssen-Straße neben der Kreisverwaltung eigentlich eröffnet. Baumängel, Funktionsschwächen, Pächterwechsel – immer wieder geriet der Bau in in die Schlagzeilen. Die Bauarbeiten zogen sich über Jahre hin, erst 1992 konnte das Hallenbad endgültig öffnen. Vom ursprünglichen Konzept war da nicht viel übrig geblieben. Noch während der Planungs- und Bauphase besserte der Rat immer wieder an den Bauplänen nach. Ein „Sinnbild der Sinnlosigkeit und Verschwendung“ hieß es 1992 beim Bund der Steuerzahler. Immerhin: Von den kalkulierten 20 Millionen Mark war die Bausumme auf mehr als das Doppelte geklettert. 1994 wurde das Spaßbad schließlich an die Stadtwerke verkauft.


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Das war 1992 der Aufreger: Der Bund der Steuerzahler in Niedersachsen zeichnet Rat und ...
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