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Tag 261: Stadt fegt Bistum vom Platz

Die gemeinsame 1200-jährige Geschichte von Stadt und Bistum war schon des Öfteren eine Geschichte der Konkurrenz und des Auftrumpfens. Deshalb wollten Stadt und Bistum Hildesheim am 18. September 2014 in einem Fußballspiel klären, wer der „Bessere“ von beiden ist. Denn: Die Wahrheit liegt auf dem Platz. Am Ende war es allerdings eine klare Sache: Hochverdient gewann die Stadtauswahl das Jubiläumsspiel gegen das Bistum mit 3:0. Während in der ersten Halbzeit die Elf der Stadt die Partie klar dominierte, gestaltete sich die zweite Hälfte etwas ausgeglichener.

Beide Trainer waren vor dem Anpfiff zu Umstellungen gezwungen. Auf Seiten der Stadt fiel Ex-Bundesligaprofi Frank Greiner verletzungsbedingt aus. Bistums-Coach, Bischof Norbert Trelle, musste auf Ex-96-Torjäger Siggi Reich verzichten, der ebenfalls verletzt war. So setzte Trelle auf eine Statue des heiligen Luigi, einem italienischen Schutzpatron der Fußballer, der seiner Equipe Flügel verleihen sollte. Am Ende vergeblich.

Ingo Meyer, Trainer der Stadtauswahl zählte zunächst auf eine sichere Defensive: „Wir werden erst mal gucken, was die anderen machen“, gab er die Marschrichtung vor. Doch sein Team setzte auf volle Offensive. Die Bistums-Elf griff als Gegenmittel auf das ein oder andere Foulspiel zurück. „Das ist keine Härte, das ist Einsatz“, widersprach Trelle prompt ersten Kommentaren, die seinem Team eine unfaire Spielweise attestieren wollten. Das sah sein Pendant auf der Stadtseite anders: „Die wollen uns kaputt treten!“ Seine Elf beantwortete die Attacken lieber mit Toren. Das erste erzielte Milano Werner in der 13. Minute, im direkten Gegenzug nach einer guten Torchance für das Bistum.

Nur vier Minuten später war es Gerstenberg-Geschäftsführer Detlef Max, der trotz angegriffener Achillessehne alles aus sich herausholte, Torwart Lippel keine Chance ließ und zum 2:0 einnetzte. Doch das Bistum gab nicht auf, Bischof Trelle kündigte für die letzten zehn Minuten der zweiten Halbzeit eine Schlussoffensive an. Beide Mannschaften erspielten sich in der Schlussphase die ein oder andere gute Torchance, blieben im Abschluss aber meist harmlos. Auch die von Stadt-Coach Meyer gefürchtete Schlussoffensive des Bistums blieb aus. Stattdessen erhöhte die Meyer-Elf  durch Milano Werner noch auf 3:0. „Das war mehr heiße Luft, als dass wir davor wirklich Angst haben mussten“, kommentierte Meyer die Ankündigungen des Gegners. Den Ehrentreffer für das Bistum verhinderte Stadttorwart Wagener mit einer spektakulären Parade in der Nachspielzeit.

Es folgte noch ein Nachspiel: Dass die HAZ in ihrem Artikel eine Einzelkritik veröffentlichte und die einzelnen Spieler des Jubiläumsspiels benotete – darüber war der ein oder andere mächtig verstimmt.

 

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