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Tag 57: Rick und der Riesenkürbis

Der Kürbis von Rick Sander liegt in einem Garten im Kleingartenverein Vor der Lademühle, direkt hinter dem Schützenplatz: 215 Kilogramm schwer und mehr als ein Meter im Durchmesser. Ein Riesenkürbis. Der ist im Jahr 2005 bewiesenermaßen sogar der größte in ganz Niedersachsen. Denn Sander hat im September 2001 mit ihm die landesweiten Kürbismeisterschaften in Börßum gewonnen.

Dabei ist Rick Sander gar kein langjähriger, erfahrener Züchter. Der Kanadier, der so um die Jahrtausendwende nach Hildesheim kam, hatte früher noch nicht einmal einen eigenen Garten. Aber er kannte die Kürbiswettbewerbe aus seiner Heimat: „In Kanada und in den USA ist das eine ganz große Sache.“

Im Frühjahr 2005 wollte er es aber wissen: Übers Internet knüpfte er Kontakt zu einem amerikanischen Züchter, der ihm ein paar seiner Samen schickte. „Atlantic Giant“ heißt der Wundersamen, der nur ein Ziel hat: möglichst riesige – gigantische – Früchte hervorzubringen.

Und der „Atlantic Giant“, hielt, was er versprach. Am 15. Juni steckte Sander den Spezial-Samen in die Erde seines Gartens. Dann konnte er nur gießen und warten. Am Ende nahm sie alleine eine Fläche von mindestens 15 Quadratmetern ein. Mitte August war es soweit: Zwei riesige Kürbisse prangten im Garten von Rick Sander. Der größere der beiden Kürbisse ist so riesig, dass die „normalen“ Kürbisse rundherum geradezu mickrig aussehen.

Lilian Sander klettert auf die Kürbisse ihres Papas.

Lilian Sander klettert auf die Kürbisse ihres Papas. Fotos: Jacobsen

Als Sander dann hörte, dass in Börßum der größte Kürbis Niedersachsens gekürt werden sollte, stand seine Entscheidung fest: Er musste mit seiner Riesenfrucht dahin. Doch leichter gesagt als getan: Acht Arbeitskollegen und einen Hubwagen brauchte es, um die Frucht zum Wettbewerb nach Börßum zu transportieren. Dort konnten die Konkurrenten nur noch staunen: Rick Sanders Kürbis war dreimal so groß wie die anderen.  Als Hauptpreis gab es für Familie Sander ein Wochenende auf einem Bauernhof in der Nähe von Bremen.

Zum Essen eignet sich sein Kürbis aber leider nicht. „Diese großen Dinger schmecken meistens eher schlecht“, erklärt Monika Sander. Deshalb will die Familie eine riesige Laterne für Halloween aus dem gelben Giganten schnitzen. Tochter Lilian wird sich freuen.

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