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Tag 171: Eine ruhige Kugel schieben

Es war schon eine Sensation, so weit vorn zu landen“, erzählt Katja Wilhelms über ihren jüngsten USA-Aufenthalt, der sportlich überaus erfolgreich verlaufen ist. Denn die damals 26-jährige Hildesheimerin erreichte mit der Deutschen Damenmannschaft den vierten Platz der Poolbillard-Weltmeisterschaft der Amateure im Spielerparadies Las Vegas.

Allein 176 Damenteams aus allen Kontinenten waren zu dem größten Poolbillard-Turnier der Welt in der Klasse 8-Ball angetreten. Europa wurde von 15 Nationen vertreten. Bei sieben Siegen mussten sich die deutschen Damen nur zwei Mal auch Teams aus der Billard-Hochburg USA geschlagen geben.

Katja Wilhelms musste oft als erste deutsche Spielerin ran, weil sie kaum Nerven zeigte und die Kugeln am besten abräumte.

Katja Wilhelms musste oft als erste deutsche Spielerin ran, weil sie kaum Nerven zeigte und die Kugeln am besten abräumte.

Die Wettkämpfe hatten den insgesamt 5000 Spielerinnen eine große Kondition abverlangt. Sie absolvierten insgesamt neun Begegnungen an vier Tagen, standen fast rund um die Uhr am Billardtisch. Allein 185 Tische waren in einem vollklimatisierten Saal des Riviera-Hotels aufgebaut, der die Größe eines Fußballfeldes hatte. Auf dem Dach, im hoteleigenen Penthouse mit traumhaftem Ausblick über die Stadt, wurde an 20 weiteren Tischen gekämpft. 30 Schiedsrichter standen für das größte globale Billard-Festival bereit, per Funk stets erreichbar. Die Ausrichter sorgten für eine vorbildliche Organisation. Katja Wilhelms: „Trotz aller Größe gab es einen eher angenehmen Geräusch-Hintergrund, sogar mit dezenter Musik-Berieselung.“

Für Sightseeing hatte Wilhelms damals wenig Zeit, das spezielle Amerika-Feeling hat sie damals aber auch mitbekommen: „Alles ist größer, lauter, bunter und verrückter. Und überall standen die bekannten Geldspielgeräte, selbst die Toilettenspülung funktionierte wie ein sogenannter Einarmiger Bandit.“

Mit jeder Menge unvergesslicher Erinnerungen und einer großen Trophäe für ihren kleinen Pokalschrank kehrte Wilhelms damals wieder aus Las Vegas zurück.

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