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Tag 113: Godehards Kampf mit dem Drachen

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150129 Stadtfuehrung Foto: Moras

Ein Weg zwischen Oststadt und Bahnhof führt durch den kleinen Park am Novotel. Wer schon einmal nachts die kleinen Steine auf dem erdigen Pfad durch seine Schritte zum Knirschen gebracht hat, der mag es kennen: Das Gefühl durch eine Zwischenwelt zu wandeln, inmitten der Stadt. Eine Horde furchtloser Kaninchen tummelt sich hier gern, hin und wieder sucht ein Obdachloser Schutz. Und dann ist da dieses Haus, das versunkene Haus. Das eigentlich gar keines ist, sondern nur eine Art Überbau, der eine Wasserquelle schützt. Die Sülte-Quelle und ihre Teiche dienten einst zur Wasserversorgung der Stadt. Sie gehörte zum Augustinerkloster, das um 1100 aus dem Bartholomäusstift entstand. Bevor Bischof Godehard diesen errichten konnte, musste er – der Sage nach – gegen einen Drachen kämpfen. Die Geschichte des heldenhaften Kampfes erzählt Stadtführerin Regina Viereck (Foto/Audio). Noch heute ist das besiegte Ungetier angeblich in der Godehardikirche aufbewahrt. Über dem Beichtstuhl hängen die Überreste, von denen einige behaupten, es handele sich lediglich um einen großen Fisch. Ein Mitbringsel weitgereister Kreuzfahrer? 1249 schloss die Stadt einen Vertrag mit dem Kloster: 100 Scheffel Gersten-Malz ließ sie sich die Wasserversorgung kosten. Noch bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurde aus der Sülte Wasser entnommen. Heute fließt es in den Seniorengraben.

 

150129 Stadtfuehrung Foto: Moras150129 Stadtfuehrung Foto: Moras

 

Tag 113: Godehards Kampf mit dem Drachen

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