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Tag 147: Ein Hauch von Glamour

365_napoleon_1_400Eine handverlesene Starriege schritt im Oktober 2002 zur Eröffnung der Ausstellung „Napoleon Bonaparte – Zar Alexander I.“ über den roten Teppich ins Roemer- und Pelizaeus-Museum. Großes Medienaufgebot, vier Fernsehsender, Blitzlichtgewitter, roter Teppich, Polizeipräsenz, ein übermotivierter „Security-Service“ und Stars, die in Jaguar-Limousinen vorfuhren. Knapp 200 Schaulustige verfolgten das Spektakel, wollten hautnah an die versprochenen Stars herankommen.

Und die ließen nicht lange auf sich warten: Da kletterte Schauspielerin Leslie Malton im engen Lederkleid mit ihrem Kollegen Vadim Glowna aus dem „VIP-Shuttle“, kurz darauf Kinostar Heino Ferch. Dann Dieter Bohlens ehemalige Dauerfreundin Nadja „Naddel“ abd el Farrag, schließlich braun gebrannt der Winnetou-Mime Pierre Brice mit Ehefrau Hella.

Die hielt sich im Hintergrund, als sich die Kamerateams im Innern des Museums um Ehemann Pierre rissen. „Ich kenn’ das schon“, verriet sie der HAZ beim ersten Rundgang durch die Ausstellung. Und während Monsieur Brice von Filmplänen orakelte („Ich kann noch nichts verraten. Das bringt Unglück“), dachte Madame ans Buffet: „Nur ein winziges Blini mit Kaviar würde ich gerne jetzt schon naschen.“
Ohnehin – die Gaumenfreuden: Das Maritim Airport Hotel Hannover hatte zwölf Köche samt Assistenten nach Hildesheim geschickt. Die zauberten von 14 Uhr an – passenderweise in einer Feldküche im Zelt. Französische und russische Köstlichkeiten verströmten als bald ihre verführerischen Düfte. Eine kleine Auswahl? Blinis mit Keta-Kaviar und Sauerrahm, Boeuf Stroganoff, Hackfleisch-Piroggen, Lachsforelle auf Krimsektkraut, Gefüllte Perlhuhnkeule, Fasanen Pâté mit Johannisbeersauce, gebratener Zackenbarsch an Safranschaum. Kostenpunkt: rund 40 000 Euro.

 Eleni Vassilika, Pierre Brice, Leslie Malton, Nadja Ab del Farak

Eleni Vassilika, Pierre Brice, Leslie Malton, Nadja abd el Farrag

In Napoleons Feldküche dürfte es etwas bescheidener zugegangen sein. Wer wollte das besser beurteilen als Heino Ferch, der im ZDF-Mehrteiler Napoleons Freund und Berater Marquis Caulaincort verkörpert. Ferch, der Napoleon-Experte unter den geladenen Prominenten, scherzte: „Ich werde hier wohl noch die eine oder anderer Fachfrage beantworten müssen.“
Eher wortkarg gab sich Nadja abd el Farrag. Die hielt zwar dem Blitzlichtgewitter mit Dauerlächeln stand, gab sich aber sonst sehr zugeknöpft. Bedauerlich, zumal sie ihre angebliche „Sandkastenliebe“ Wolf-Heinrich von Kammecke als Begleiter präsentierte.

Name 021005/09/Museum/Ferch Museum / Napoleon-Ausstellung / Heino Ferch

Heino Ferch

Und Schauspieler-Urgestein Vadim Glowna? Der bummelte unbehelligt durch die Ausstellung. „Ausgezeichnet, was die hier zusammengestellt haben“, urteilte er und ließ auch nicht von den Exponaten ab, als er sich dem Buffet näherte. Musste er auch nicht – denn die Maritim-Köche kredenzten Bier, Blinis & Co. in den Räumen der Ägypten-Dauerausstellung.


Tag 147: Ein Hauch von Glamour

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