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Tag 313: Die Synagoge brennt

Es ist der Morgen des 10. November 1938, als die elfjährige Judith aus der Wollenweberstraße mit ihrem Schulranzen auf dem Rücken in Richtung Hohnsenschule geht. In der Nacht zuvor haben Sturmbannführer Emil Frels und seine Schergen den Führerbefehl längst ausgeführt. Die Synagoge am Lappenberg, der ganze Stolz der kleinen jüdischen Gemeinde Hildesheims, ist zum größten Teil ausgebrannt. „Der Judentempel brennt“, rufen Mitschüler Judith und ihren Freundinnen zu. Die Kinder laufen durch den Kehrwiederturm und auf den Wall, um zu sehen, was passiert ist.

9. November 1938.  Einer der schwärzesten Tage in der Geschichte Deutschlands. An diesem Tage beginnt eine furchtbare Jagd mit Ausgrenzung und Terror. Foto: HAZ-Archiv

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