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Tag 88: Die Itzumer Südsee

Wäre es in den 1980er Jahren nach dem Willen der SPD gegangen, dann hätte Itzum heute wohl eine eigene „Südsee“. Damals schlugen die Sozialdemokraten vor, zwischen Marienburg und Egenstedt, südlich des Hohnsensees eine riesige Wasserfläche entstehen zu lassen. Die Kosten für das Ausbaggern sollen durch Kiesabbaurechte gedeckt werden. In den kommenden 25 Jahren wird das Thema wieder und wieder diskutiert.

Doch immer wieder kommt etwas dazwischen: 1989 merken die Veranwortlichen, dass große Teile des geplanten Geländes verpachtet sind. 1995 gibt es dann wieder Hoffnung. Das Gelände ist nicht mehr verpachtet und weil die Stadt mit anderen Bauvorhaben massiv in die Natur eingreift, würde sich eine Wasserfläche doch gut machen. Wieder wird das Thema fallen gelassen.

Im August 2004 will das Land die Domäne Marienburg an die Stadt verkaufen. Es heißt: „Das Thema Südsee ist aktueller denn je.“ Pustekuchen. Denn im Juli 2008 ist das Projekt endgültig gestorben. Eine Untersuchung ergibt, dass der Kies in Itzum nicht der erforderlichen Qualität entspricht. Die Rechnung Kies gegen Südsee-Baggern geht nicht auf. Die Itzumer Südsee bleibt nur ein Traum.

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