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Tag 169: Die Akte Sennefer

Der Nachbau der Gruft des Bürgermeisters von Theben in Luxor mit den herrlichen, farbigen Bemalungen sorgt 1988  im Roemer- und Pelizaeus-Museum für Furore. 1997 geht das Grab des Sennefer auf Reisen. Ins Rheinland, um genau zu sein. Doch, oh Schreck: Bei der Ägyptenschau im Rheinland löst sich die Foto-Oberfläche vom Untergrund und reißt teilweise sogar. Falsche Behandlung lautet das Ergebnis eines Gutachtens der Hildesheimer. Das ägyptische Grabmal war in einem Zelt vor dem Museum ausgestellt worden, das anscheinend nicht ausreichend beheizt wurde. Kälte von außen und Hitze von innen machen auch das stabilste Material porös. Hildesheim fordert damals 525 000 Mark Schadensersatz. Fast zehn Jahre lang treffen  sich beide Parteien immer wieder vor Gericht. Vor dem Bundesgerichtshof zieht Hildesheim 2006 schließlich den Kürzeren.

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