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Tag 71: Der 26.000-Euro-Taler

Zum Ersten, … zum Zweiten… und zum Dritten. Verkauft! Im März 2014 kommt die 28 Gramm schwere Silbermünze in Osnabrück unter den Hammer.

26.000 Euro bezahlt ein Bieter für eine Münze, die es eigentlich gar nicht geben kann. Denn nach Meinung aller Experten stellte der Hildesheimer Münzmeister Matthias Weber die Hildesheimer Reichstaler erstmals 1622 her. Auf dem versteigerten Reichstaler steht aber 1619 – an der Echtheit der Münze besteht trotzdem kein Zweifel. Wo der Reichstaler aber all die Jahrhunderte überdauert hat, bleibt sein Geheimnis.

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Die Rückseite: „MONETA NOUA REIPUB HILDES“ lautet die Umschrift, für die Buchstaben „HEIM“ war auf der Münze kein Platz.

Auf der Münze aus 900er Silber hat sich Münzmeister Weber dann auch noch etwas verkalkuliert: „MONETA NOUA REIPUB HILDES“, sinngemäß „neues Geld der Stadt Hildesheim“, ist als Umschrift zu lesen, für die Buchstaben „HEIM“ war auf der Münze allerdings kein Platz mehr. Auf der Rückseite ist der doppelköpfige Reichsadler abgebildet – und eben die spektakuläre Jahreszahl 16 19.

Wer den Reichstaler im März 2014 ersteigert hat, ist nicht bekannt. Auch nicht klar ist, ob die Münze erst einmal für Jahre in einer privaten Sammlung verschwindet oder ob er irgendann öffentlich  und zugänglich gezeigt werden wird.

 

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