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Tag 115: Neuhof/Hildesheimer Wald/Marienrode

Im Jahr 1125 wurde Marienrode gegründet. Der Hildesheimer Bischof Berthold I. (1119-1130) ließ hier ein Augustinerkloster errichten. Den Namen Kloster Marienrode trägt das Kloster allerdings erst seit 1439, davor hieß es Backenrode. Seit dem 1. März 1974 gehört Marienrode zu Hildesheim.

Neuhof wurde um das Jahr 1260 von den Zisterziensern des Klosters Marienrode gegründet. Es entwickelte sich ein Bauerndorf, in dem es keine Kirche gab. Die Einwohner Neuhofs gingen im nur etwa einen Kilometer entfernten Marienrode zur Kirche. Neuhof wurde 1938 nach Hildesheim eingemeindet, Straßennamen wurden 1939 eingeführt.

Das Waldgebiet im äußersten Südwesten Hildesheims wurde seit 1440 „Hildesheimer Wald“ genannt. 1937 wurde hier ein Werkzeug- und Kleinmaschinenwerk errichtet. Von Anfang an war allen Beteiligten klar, dass es dabei um einen Rüstungsbetrieb handelte. Daher wurde die Werksanlage von vornherein getarnt angelegt. Produziert wurden gegen Kriegsende fast ausschließlich elektrotechnische Panzerteile. Für die Beschäftigten wurde unweit der Fabrik eine Wohnsiedlung gebaut, die den Namen „Hildesheimer Wald“ erhielt. Anfang April 1945 wurde das Werk von amerikanischen Truppen eingenommen.

Alle Wohngebäude der Werkssiedlung haben maximal zwei Geschosse. Die Häuser wurden mit besonders dicken Wänden und teilweise mit massiven bunkerähnlichen Kellern unter bereits vorhandene Bäume gebaut, sie stehen heute als Gruppendenkmal unter Denkmalschutz.

 

Tag 115: Neuhof/Hildesheimer Wald/Marienrode

Im Jahr 1125 wurde Marienrode gegründet. Der Hildesheimer Bischof Berthold I....
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