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Tag 182: Das Bürmann-Bild im Weltall

Normalerweise hängen Bilder des Hildesheimer Malers Frank Bürmann an fein gestrichenen Wänden von Museen oder in den Wohnstuben ihrer Käufer. Dass mal eines seiner Bilder durch den Weltraum schwebt, das hatte sich Bürmann wohl nicht einmal in seinen kühnsten Träumen gedacht – auch wenn er immer wieder Bilder über den Weltraum malte.

Den richtigen Schritt ins All dann organisierte für ihn die Uhrenfirma Fortis aus Sarstedt. Allerdings schickte sie nicht ihn, sondern einen Botschafter: das Bild „Weltraumraumtraum“. Grund für diese Reise war die Präsentation der „Fortis Art Edition“, eine Uhr, die Anfang 1999 mit einem Bürmann-Motiv auf den Markt kam.

Fortis hatte ganz spezielle Verbindungen zum Kosmonauten-Trainingscenter „Star-City“ in der Nähe von Moskau. Die Schweizer Uhrenfirma, die ihren Deutschland-Vertrieb in Sarstedt hat, war zu dem Zeitpunkt offizieller Ausrüster der Russen.

Das Bürmann-Bild wurde im russischen Ausbildungscamp der Mir-Besatzung übergeben und reiste zehn Tage mit Sergei Awdajew, Gennadi Padalka und Juri Baturin durch den Weltraum. Mit offiziellen Stempeln und Unterschrift versehen, traf der weitgereiste „Weltraumraumtraum“ wieder auf der Erde ein. Frank Bürmann ist von der Aktion im All fasziniert: „Schade, daß ich nicht mein Bild gewesen bin.“

(Die Kosmonauten Sergei Awdajew und Gennadi Padalka bewundern Frank Bürmanns schwerelos schwebendes Bild „Weltraumraumtraum“,das Bild ist für das Foto technisch nachgearbeitet worden, das bei der Mir Mission Sojus TM 28 zehn Tage im All mitgeflogen ist. Foto: Juri Baturin)

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