Tag 250: Sebalds wundersame Haartinktur

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Die vom Hildesheimer Frisörmeister Sebald erfundene Haartinktur gegen Haarausfall und Schuppen wurde in seiner 1868 gegründeten Fabrik hergestellt. Die zur Verpackung gehörende Flasche (230ml) fehlt.

Eine wundersame Tinktur sorgte einst dafür, dass Hildesheim plötzlich in ganz Deutschland bekannt war. Joseph Peter Happ aus Köln – ein Mann mit dichter Mähne und buschigen Augenbrauen – produzierte damals in der Nordstadt „André Sebalds Haartinktur“. Die Rezeptur dafür hatte er von Sebald junior übernommen. Die vom Frisörmeister Sebald erfundene Haartinktur gegen Haarausfall und Schuppen wurde bereits seit 1868 in seiner Fabrik hergestellt.

Der Name der Stadt wurde dann durch Happs Werbeplakate im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt: „Hildesheimer Bauten sind weltberühmt, ebenso Sebalds Haartinktur“. Über eine Million Reichsmark investierte der Industrielle vom Ende der zwanziger Jahre bis 1936 in die Werbung. Ob der dichte Schopf Happs von seiner Haartinktur herrührte, ist nicht verbürgt. Freunden, die äußerten, sich diese Tinktur kaufen zu wollen, soll er jedenfalls geantwortet haben: „Nehmse dat nich, dat hilft nur mir, und jute Freund soll man nich bescheißen.“ Foto: Kreismuseum Finsterwalde

Und wer mit offenem Auge durch die Nordstadt schlendert (Bischofskamp), der findet sie heute noch, die gute alte Haartinktur-Fabrik:

Name 030527/St8/Nost/Fabrik Stadtführung Nordstadt /