Tag 360: Das verspätete Weihnachtsgeschenk

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Name 051018 verspätetes Geschenk Bernd Jost, eingerahmt von seinem Patenonkel Josef Jost und seiner Mutter Hedwig Jost, freut sich auch mit 34 Jahren Verspätung noch über sein Weihnachtsgeschenk.

34 Jahre hat es gedauert bis Bernd Jost das Geschenk seines Patenonkels bekommen hat. Eigentlich hätte er es schon als Zwölfjähriger zum Weihnachtsfest 1971 bekommen sollen, 2005 wurde die feierliche Übergabe nachgeholt. Einen 20-Mark-Schein wollte ihm sein Patenonkel Josef Jost damals schenken. Denn da er gerade mit dem Bau seines Hauses beschäftigt war, hatte er keine Zeit, ein Geschenk zu kaufen. So steckte er das Geld für sein Patenkind zusammen mit einem Brief an die ganze Familie in einen Umschlag und gab ihn zur Post.

Angekommen ist der Brief auch, wurde sogar geöffnet und gelesen. Nur den Schein hat man damals übersehen. Der Brief kam auf den Stapel mit der erledigten Post, und der wiederum landete in einem der vielen Kartons, die Familie Jost gerade für ihren bevorstehenden Umzug in die Hildesheimer Keßlerstraße packte. Die Eltern von Bernd Jost verwahrten aber alle Briefe gut. Und als Mutter Hedwig Jost ein Jahr nach dem Tod ihres Ehemannes damit begann, die alte Post zu sichten, fielen ihr Brief und Geld in die Hände. Als zufällig beide bei ihr zu Besuch waren, kam der Brief wieder auf den Tisch, und Sohn Bernd erfuhr, was ihm vor 34 Jahren entgangen war.  Auf jeden Fall kam das Geschenk auch mit 34 Jahren Verspätung noch gut an, sehr zur Freude des Patenonkels.