Tag 359: Verpatzte Weihnachten

line

365_tanne450Weihnachtsfeste, die man nie vergisst

„Es war 1970/71. Wie jedes Jahr zu Heiligabend sollte es Pasteten mit Ragout Fin geben. Meine Mutter hatte beim Schlachter drei große Dosen Ragout Fin und beim Bäcker 15 Pasteten bestellt. Da mein Vater ab 10 Uhr morgens mit dem Weihnachtsbaum beschäftigt war, auch wie jedes Jahr, hatte ich immer die ehrenvolle Aufgabe, alle bestellten Lebensmittel aus den Geschäften abzuholen. Nach der Bescherung erhitzte Mutter das Ragout Fin. Plötzlich machte sich ein äußerst penetranter Geruch in der „weihnachtlichen“ Wohnung breit. Kurz darauf war klar: Der Schlachter hatte die Ragout-Fin-Dosen versehentlich mit Leberwurst gefüllt. “

„Heilig Abend des Jahres 1989: Nach der Geburt unseres Sohnes am 21. Dezember  lag meine Frau noch im Krankenhaus. Bekannte luden mich zur Weihnachtsente ein.
Zu fünft saßen wir am Tisch und warteten auf die Ente. Kartoffelklöße und Soße dufteten schon aus der Küche, der Backofen lief auf Hochtouren. In 15 Minuten sollte die Ente fertig sein. Die weihnachtliche Stimmung wurde dann jäh durch einen gellenden Schrei der Hausfrau gestört: „Haaaannnsss – Weeeerrneeerrr!“ Der Römertopf war leer, die Ente lag noch tiefgefroren in der Kühltruhe! Nachdem geklärt war, wer die Ente nicht aus der Truhe geholt hatte, gab es leckere Pfannkuchen. Zubereitet vom Hausherrn.“

Beide Geschichten hat Peter Rath der Redaktion erzählt.